Corona Fund

Corona-Pandemie: Jetzt gemeinsam den
Zugang zu Bildung stärken

Aktuell sind aufgrund der Corona-Pandemie weltweit Schulen geschlossen – auch in unseren Kinderhäusern bleiben die Klassenzimmer leer. Ohne krisensicheres Einkommen können viele Eltern die Schulgebühren nicht mehr bezahlen, ohne Infrastruktur für digitalen Unterricht haben die Kinder von Indien bis Peru derzeit keine Chance auf Bildung.
Das wollen wir ändern! Jetzt gilt es, schnell und mit vereinten Kräften gezielt zu helfen: Wir müssen existenzielle Nöte lindern und neue Strukturen schaffen, damit diese Kinder und Jugendlichen ihre Zukunftsperspektive nicht verlieren.

Wir stehen aktuell in besonders engem Austausch mit unseren lokalen Partnern in unseren Schulen, Krankenhäusern und Kinderheimen weltweit. Telefonisch, per E-Mail, Sprachnachricht oder über Whatsapp kommunizieren wir mit ihnen über die Ist-Situation unserer Projekte. Zudem setzen wir gerade unsere Online-Plattform auf, auf der wir etwa in Videokonferenzen aus erster Hand Einblicke in die Projekte bekommen und so die Zusammenarbeit verbessern können. Mit der Schulschließung entfallen etwa das Schulgeld und in einigen Ländern auch die einzige vollwertige Mahlzeit der Schüler am Tag. Die Schulen möchten den Kindern gerne Lunchpakete anbieten – doch dazu fehlt das Geld.

Wir alle sind in der Verantwortung mitzuhelfen, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Bildung ist dabei ein wichtiger Faktor. Unser CORONA FUND EDUCATION HEALTHCARE dient als Soforthilfe, um die weltumspannende Krise für die Kinder unserer PATRIZIA KinderHäuser bestmöglich zu meistern. Bitte helfen Sie uns dabei. Vielen Dank!
Wolfgang Egger

Gründer, PATRIZIA Foundation

Als Sofortmaßnahme haben wir den Corona Fund Education Healthcare  ins Leben gerufen. Diesen setzen wir im ersten Schritt zu 100 Prozent aus unseren Rücklagen für die unmittelbare Hilfe in unseren Projekten ein. Mit Ihrer Spende können Sie uns helfen, unsere Projekte im zweiten Schritt langfristig zu unterstützen. Sehen Sie hier, wie wir mit den finanziellen Mitteln aus dem Fonds in unseren Projekten bereits konkret geholfen haben. Machen Sie mit und lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung für alle übernehmen, die unsere Hilfe benötigen! Lesen Sie hier zudem, wie unsere PATRIZIA KinderHäuser in der Krise soziale Verantwortung übernehmen.
Spendenkonto für den Corona Fund Education Healthcare
IBAN: DE11 7208 0001 0160 0333 88
BIC: DRESDEFFXXX
Verwendungszweck: PF Corona Fund
Alle Spender erhalten eine Spendenbescheinigung

Wir setzen uns auch in der aktuellen Situation
weltweit nachhaltig für Kinder ein!

Unsere Schulen

Einige Schulen haben geschlossen, manche wieder geöffnet. Viele Schulen verfügen nicht über Kopiergeräte oder digitales Lehrmaterial, um die Kinder weiterhin zu versorgen. Auch können manche Schulen die neuen hygienischen Anforderungen nicht erfüllen. Eltern können sich die Schulgebühren nicht mehr leisten, das gesamte Schulpersonal kommt in finanzielle Nöte.

Unsere Krankenhäuser

Aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr können Krankenhäuser nicht wie gewohnt operieren. Patienten bleiben aus, die Einnahmen sinken, Mitarbeiter müssen ihre Stunden unbezahlt reduzieren – während sie gleichzeitig versuchen, ihre Hilfe den bedürftigen Kindern und Patienten auf digitalem Weg anzubieten.

Unsere Kinderheime

Hygiene ist hier eine besondere Herausforderung: Kleine Räume, viele kleine Kinder und häufig nicht ausreichend sanitäre Einrichtungen mit fließendem Wasser. Außerdem benötigen die Kinder dringend Beschäftigung: Arbeitsbücher, Tablets, Online-Lern-Angebote.

Ein Fonds, der in der Krise hilft

Das Jahr 2020 steht bei uns unter dem Motto „Glücksgeschichten“.

Denn mit unseren Kinderhäusern konnten wir seit der Gründung vor über 20 Jahren bereits mehr als 220.000 Kindern helfen – und somit viele Glücksgeschichten schreiben.

Die aktuelle Corona-Pandemie erfordert ein neues Kapitel in unserer Stiftungsära: Als Sofortmaßnahme hat die PATRIZIA Foundation deshalb den „Corona Fund Education Healthcare“ ins Leben gerufen, in den wir 100.000 Euro als Soforthilfe für die betroffenen Kinderhäuser einzahlen. Diese Summe nutzen wir zu 100 Prozent für die unmittelbare Hilfe in unseren Projekten – ebenso wie alle weiteren Spenden, die in den Hilfsfonds fließen.

Wir hoffen, dass dank des Hilfsfonds und der weiteren Unterstützung unserer Sponsoren die aktuelle Krise für unsere Kinderhäuser eine glückliche Wendung nimmt und wir bald wieder weitere Glücksgeschichten erzählen können. Denn unser Ziel ist nach wie vor, Kindern weltweit Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Bisher konnten wir mit unserem Hilfsfonds bereits 220.330,01 Euro sammeln – helfen Sie mit, diese Summe noch zu steigern!

Spendenkonto für den Corona Fund Education Healthcare
IBAN: DE11 7208 0001 0160 0333 88
BIC: DRESDEFFXXX
Verwendungszweck: PF Corona Fund
Alle Spender erhalten eine Spendenbescheinigung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Hier kommt unsere Hilfe an


Die Mittel des Corona Fund Education Healthcare setzen wir als Soforthilfe in unseren PATRIZIA KinderHäusern dort ein, wo sie jetzt benötigt wird. Im zweiten Schritt treiben wir präventive Maßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 voran.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hat auch die PATRIZIA School Harare in Simbabwe hart getroffen. Normalerweise hier auf die Rising Star School jeden Tag 1.180 Kinder zur Schule und erhalten hier die in vielen Fällen einzige vollwertige Mahlzeit des Tages. Seit dem Beginn der Pandemie ist die Schule geschlossen. Neben den Unterrichtsausfällen und ausbleibenden Gehaltszahlungen für die Lehrer konnten die Kinder schlicht nicht ernährt werden.

Die PATRIZIA Foundation unterstützt die Schule mit einer fünfstelligen Summe finanziell und stellt damit sicher, dass die Schüler weiterhin ihre Mahlzeit erhalten.

Ein Teil der Summe deckt außerdem die Personalkosten und die Umsetzung des Hygienekonzepts. Mund-Nase-Bedeckungen sowie Seife und Desinfektionsmittel sind effektive Maßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19.

PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama, Ruanda

Die finanziellen Mittel der Schule kommen hauptsächlich aus Schulgeldern. Die Pandemie und der Schulausfall führten zu starken Einbußen, die die PATRIZIA Foundation über den Corona Fund Education Healthcare mit ihrer Soforthilfe ausgleichen konnte: Geld, das benötigt wurde, um die Gehälter des Schulpersonals zu bezahlen und Material für das neue Hygienekonzept der Schule zu besorgen.

Das PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama gehört nicht nur zu den besten Ausbildungszentren in Ruanda für junge Menschen, die sich in der Ausbildung zum Elektriker, Metallarbeiter, Schneider, Maurer oder Friseur befinden. Sein Wohnheim bietet auch 150 von insgesamt 168 Schülern ein Zuhause. Lange Schulwege in Afrika stellen für viele junge Menschen eine große Herausforderung dar und sind oft der Grund dafür, dass sie keine Ausbildung erhalten. Auf diese Weise leistet die PATRIZIA Foundation einen wichtigen Beitrag zum Schulbetrieb in Ruanda.

Ein großer Teil des Budgets der Schule stammt aus Schulgeldern. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen diese nicht mehr zur Verfügung, dies bedroht die Existenz und zukünftige Entwicklung. Die regulären Lehrer der öffentlichen Schule werden von der Regierung bezahlt. Aber auch die Kosten für weiteres Personal – wie Reinigungspersonal, Köche, Fahrer und zusätzliche Privatlehrer – müssen gedeckt werden. Zu Beginn des Lockdowns hat die Schule sofort alle möglichen Budgets gestrichen, aber die Rechnungen stapelten sich weiterhin.

Auch das Essen war bereits bestellt und musste bezahlt werden. Hinzu kommen zusätzliche Instandhaltungsgebühren z. B. für den Aushub der Fäkalien aus den Abwasserkanälen – ein wichtiger Hygienefaktor für die Schule – die ebenfalls Kosten verursachen. Zudem besitzt die Schule viele wertvolle Maschinen und Schulausrüstung für Ausbildungszwecke, die vor Diebstahl geschützt werden müssen. Aus diesem Grund wird die Schule nachts beleuchtet. Dies ist ein sehr wichtiger Sicherheitsaspekt, insbesondere während der Lockdown-Phase, in der weniger Personal vor Ort ist.

Um die neuen Anforderungen an die Hygienestandards zu erfüllen und die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern, muss die Schule neue, für die Schüler leicht zugängliche Waschmöglichkeiten schaffen. Fünf solcher Einrichtungen sind geplant, aber noch nicht bezahlt.

Der Lockdown aufgrund der Pandemie traf die Schule zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt: Mit dem Bau eines Computerraums und einer Bibliothek wurde begonnen – das Gebäude muss fertiggestellt werden, bevor der Backsteinrohbau beschädigt wird. Das Gebäude wurde von den Schülern im Rahmen ihres praktischen Arbeitsauftrags errichtet. Während der Bauarbeiten durften die Schüler unter Aufsicht ihrer Lehrer Maurer-, Schweiß- und Elektroarbeiten üben. Die Auszubildenden sind sehr stolz darauf, ihr eigenes Gebäude bauen zu dürfen. Es wird als Computerraum und Bibliothek für mindestens 45 Schüler dienen. Die Schüler verputzen und pflastern es aktuell. Das Gebäude befindet sich also in der letzten Bauphase. Zement, Ziegel und andere Materialien wollte die Schule aus dem Schulbudget des zweiten Schuljahres finanzieren, das nun nicht zur Verfügung steht.

Mit dem Raum sollen die Auszubildenden einen Ort bekommen, an dem sie Computerkenntnisse verbessern und forschen können. Da der Raum mit sieben mal neun Metern groß genug ist, können die Schüler dort auch Abstand halten.

Wie der Corona Fund Healthcare Education in Ntarama half

Mit Mitteln aus dem Corona Fund Healthcare Education konnte das PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama seine Ausgaben in drei Schritten decken: Erstens beglich das Zentrum die ausstehenden Rechnungen für das Personal und gab ihnen damit Sicherheit. Zweitens bezahlt der Fonds die Stromkosten und die Instandhaltung der Schule und deren Materialien.

Drittens fließen die Fonds-Mittel in die Errichtung der fünf neuen Waschräume, damit die Schule so bald wie möglich wieder in Betrieb genommen werden kann. Ihren neuen Computerraum samt Bibliothek können die Auszubildenden fertigstellen, da die Stiftung den Kauf von Materialien wie Ziegelsteinen usw. unterstützt.

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PATRIZIA Aftercare Hamburg

Mit den Mitteln aus dem Corona Fund Education Healthcare konnten wir hier finanzielle Einbußen durch den Ausbruch der COVID-19 Pandemie kompensieren. Außerdem wurde das digitale Angebot (Systeme, Lizenzen und Ausbau eines Token-Systems zum ortsunabhängigen Arbeiten) ausgeweitet und die Kommunikation mit den Familien durch einen Telefon-gestützten Dolmetscherdienst verbessert. Unser Partner SeeYou bekam so die Sicherheit, dass das PATRIZIA Aftercare Hamburg nach wie vor alle Leistung anbieten kann.

Foto 1: Videokonferenz bei SeeYou mit Ärztlicher Leitung und Mitarbeiterinnen der Nachsorge

Foto 2: Diabetesberaterin Birgit Stamm von SeeYou am Laptop

Die Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou ist unser Partner im PATRIZIA Aftercare Hamburg. In der Nachsorgeeinrichtung kümmert sich das speziell ausgebildete Fachpersonal von SeeYou um schwer und chronisch kranke Kinder. Für jährlich ca. 160 Kinder und ihre Familien leisten sie sozialmedizinische Hilfe rund um Pflege und Betreuung und helfen bei der Organisation des Familienalltags.

Aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie waren etablierte und bewährte Prozesse in der aufsuchenden sozialmedizinischen Nachsorge plötzlich nicht mehr möglich. Das interdisziplinäre Team stand vor neuen Herausforderungen – immer mit dem Ziel, die Familien auch und gerade in Zeiten dieser Krise bestmöglich zu unterstützen.

Nur noch in Ausnahmefällen konnte Nachsorgepersonal die Familien zu Hause aufsuchen, dies erschwerte die Situation für Familien und sorgte für finanzielle Einbußen auf Seiten von SeeYou. Für die telefonische Beratung von Familien mit geringen Deutschkenntnissen benötigte die Stiftung zudem dringend telefonische Dolmetscherdienste.

SeeYou machte es dennoch möglich: Die Mitarbeiter standen den Familien bei und halfen ihnen selbst in dieser schwierigen Zeit, ein individuelles Versorgungsnetzwerk aufzubauen. Gerade bei chronischen Krankheiten verbessert ein tragfähiges, soziales und medizinisches Netzwerk den medizinischen Behandlungserfolg.

Wie der Corona Fund Education Healthcare im Nachsorgezentrum konkret hilft

SeeYou ging neue Wege und führte virtuelle Prozesse ein. Die PATRIZIA Children Foundation unterstützte die Anschaffung eines digitalen Systems sowie von Lizenzen und des  Ausbaus eines Token-Systems zum ortsunabhängigen Arbeiten finanziell.

Mit den Mitteln aus dem Fonds der PATRIZIA Children Foundation kann SeeYou ihre Leistung ohne Einschränkungen fortsetzten und für Familien mit Frühgeborenen oder chronisch erkrankten Kindern da sein, auch wenn die Krankenkasse nicht alle Leistungen übernimmt. So half die Stiftung dem Personal rund um Vernetzungspartner, Behörden und nicht zuletzt bei der Bezahlung ihrer Leistung. Mit einem Dolmetscherdienst konnten die Nachsorgemitarbeitenden zudem barrierefrei mit ihren Patienten reden und ihnen gezielt helfen.

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PATRIZIA Child Care Grabouw, Südafrika

Die PATRZIA Children Foundation hat als Sofortmaßnahme aus den Mitteln des Corona Fund Education Healthcare auf drei Ebenen geholfen:  Gutscheine für die lokalen Supermärkte an die Familien der Schülerinnen und Schüler. Zudem unterstützte die Stiftung bei der Weiterbeschäftigung des Educare-Personals während der Schließung des Zentrums. Drittens bekamen die jungen Menschen Lernmaterialien gestellt, um ihnen auch während des Lockdowns Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Die PATRIZIA Child Care Grabouw in Südafrika hilft der Thembalitsha Foundation, Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren, die in Gemeinschaften leben und wenig bis gar keinen Zugang zu Bildung haben, eine wesentliche frühkindliche Entwicklung zu ermöglichen.  Die Kinder wachsen in einem Gebiet auf, in dem es, wenn überhaupt, nur begrenzten Zugang zu kommunalen Dienstleistungen und sauberem Wasser gibt und die Armut extrem ist. Die Educare Centres bieten Vorschulbildung sowie Schulungen für das Personal der umliegenden ECD-Zentren an, was sich wiederum auf das Leben von fast 400 Kindern auswirkt. Als die Covid-19-Pandemie ausbrach, wurden alle Einrichtungen geschlossen. Die Kinder, die diese Zentren besuchen, erhielten hier zuvor auch ihre Nahrung – damit geriet auch die Versorgung in Gefahr. Die wirtschaftliche Herausforderung, in die das Land geriet, wirkte sich sofort auf die Höhe der Mittel aus, die die Regierung zur weiteren Unterstützung verteilen konnte.

Viele der Eltern, deren Kinder in das PATRIZA KinderHaus kommen, sind saisonale Obstpflücker, die im Winter kein Einkommen haben. Die Pandemie hat viele arbeitslos gemacht. Ohne Einkommen können sie sich die Schulgebühren nicht mehr leisten, und selbst die Mitarbeiter der Thembalitsha Foundation fürchteten um ihren Lohn, als sie die geringeren Finanzierungsmöglichkeiten beobachteten.

Wie der Corona Fund Education Healthcare in Grabouw konkret hilft

Dank der finanziellen Unterstützung des Fonds konnte die Thembalitsha Foundation während der Monate, in denen die Zentren geschlossen waren, Nahrungsmittel verteilen. Die Familien der Lernenden erhielten Gutscheine für die örtlichen Supermärkte.

Die PATRIZIA Foundation unterstützte auch die Bezahlung des Personals der Educare Centres in Grabouw – trotz der Schließungen. Mit diesen Mitteln konnte die Stiftung den Direktoren und Lehrern der Zentren in dieser anhaltend schwierigen Zeit helfen. Bisher hat die Stiftung es geschafft, ihren gesamtes Personal durch die Krise zu bringen.

Aus den Mitteln des Fonds organisierten die Projektleiter und Schuldirektoren Aktivitäten und Lernressourcen für die Schüler und ihre Familien zu Hause. Um so viele Lernende wie möglich zu erreichen, war es das Hauptziel, diese Ressourcen leicht zugänglich zu machen, weshalb sie Material speziell für die verschiedenen Altersgruppen und in deren Muttersprachen vorbereiteten.

Die Educare Centres haben im September unter den strengen COVID-Bestimmungen der Regierung wieder ihre Türen geöffnet, so dass die von der PATRIZIA gespendeten Mittel dazu beigetragen haben, einen Teil der Kosten für den Kauf von persönlicher Schutzausrüstung und Nahrung zu decken, damit die Kinder während des Schultags gut ernährt werden und vor Infektionen geschützt sind. Viele Eltern können sich immer noch kein Schulgeld leisten, da sie immer noch keine Arbeit haben und einige der Lernenden noch nicht zur Schule zurückgekehrt sind, aber die Thembalitsha Foundation und die PATRIZIA Foundation unterstützen sie weiterhin so gut wir können.

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„Keine Chance für Corona“ – wie ein Comic Kindern hilft, das Virus zu verstehen

Die Schulen sind geschlossen und Kinder dürfen ihre Freunde und Großeltern nicht mehr treffen – eine Situation, von der aufgrund der Corona-Pandemie weltweit fast alle Länder betroffen sind. Für Kinder ist diese Situation schwer zu verstehen.

Aus diesem Grund hat die Welthungerhilfe, Partner der PATRIZIA Foundation in Kenia, zusammen mit dem Berliner Sozialunternehmen WASH United ein Comic entwickelt, das Kindern und Jugendlichen helfen soll, Corona zu verstehen. Es richtet sich an Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren und klärt über das Virus selbst und die notwendigen Präventionsmaßnahmen auf. Es wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt, von Amharisch über Pashtu bis zu Swahili.

Mehr erfahren und das Comic herunterladen.

So helfen wir in unseren Communities

Gerade schwierige Zeiten stärken häufig den Zusammenhalt in der Gesellschaft und bringen damit die schönsten Geschichten zustande. Auch jetzt entstehen Glücksgeschichten! Hier haben wir einige für Sie gesammelt. Lesen Sie selbst und erfahren Sie, wie etwa unsere Projektpartner oder Eltern unserer Schulkinder neue Kraft während der Corona-Pandemie sammeln.
Nachbarschaftshilfe

Debbie ist Lehrerin an der PATRIZIA School Buyamba in Uganda. Sie unterrichtet Grundschüler in Englisch und Naturwissenschaften. Da die Schule derzeit geschlossen ist, ist sie zu Hause.

Debbie, wie gehen die Menschen in Ihrem Umfeld mit der aktuellen Corona-Situation um?

Wir sind seit einigen Wochen im Lockdown und jeder ist seither zu Hause. Vielen Menschen in meinem Dorf gehen langsam die Lebensmittelvorräte aus – vor allem die älteren leiden darunter sehr. Aber jeder achtet auf den anderen und schaut auch außerhalb der eigenen Familie, ob und wenn ja, wie er helfen kann. Manche spenden Lebensmittel, nicht in großem Stil, aber sie kümmern sich um ihre Nachbarn und Freunde.

Wie helfen Sie?

Wenn ich einkaufen gehe, nehme immer ein zusätzliches Kilo Zucker oder Maismehl für meine älteren Nachbarn mit, koche ich für meine Familie, bringe ich Ihnen oft auch etwas davon vorbei. In unserer Gegend essen wir gerne Matoke – das sind Kochbananen, die auf ‘zig verschiedene Arten zubereitet werden können und die immer einen vollen Magen garantieren. Außerdem sind sie gesund – und richtig lecker!

Gebete gegen die Angst

Peter ist ein ehemaliger Schüler des PATRIZIA Vocational Training Ntarama in Ruanda. Er hat sich mit seiner Familie in der Region niedergelassen und arbeitet als Facharbeiter auf Baustellen. Auch sein Familienhaus hat er selbst gebaut. Er hat zwei Kinder, Jean Simeon und Jean Yves.

Peter, wie kommt Ihre Familie mit der Situation zurecht?

Meine Kinder sind drei und fünf Jahre alt. Sie verstehen die Situation nicht ganz. Zurzeit ist es ihnen nicht erlaubt, mit anderen Kindern zu spielen, wie sie es gewohnt sind. Sie gehen auch weder zur Schule noch in den Kindergarten. Jedes Mal, wenn es etwas Neues über Corona gibt, fragen sie danach. Sie sind sehr neugierig, aber haben auch ein bisschen Angst, dass Mama oder Papa krank werden könnten.

Wie helfen Sie?

Ich kann meinen Kindern nicht erklären, was wirklich in der Welt vor sich geht, aber ich verstehe ihre Angst und möchte sie ihnen nehmen. Deshalb habe ich sie Gebete gelehrt, die sie immer und immer wieder aufsagen, wenn sie ein bisschen Angst haben. Die Jungen kamen auf die Idee, die Gebete mit anderen Kindern zu teilen, also schreiben wir sie auf Zettel und lassen sie vor der Tür ihrer Freunde stehen, wenn wir einkaufen gehen.

Lebensmittel für die Armen

Théophile Rutabana ist Managing Director der PATRIZIA Vocational Training Ntarama in Ruanda.

Théophile, wie kommen die Menschen in Ihrer Gemeinde mit der aktuellen Corona-Situation zurecht?

Die Situation ist prekär. Viele Menschen haben keine Arbeit und wir wissen nicht, wie lange die Krise andauern wird. Die Menschen in meinem Dorf sammeln Geld, um denen zu helfen, die es sich während des Lockdowns nicht leisten können, Lebensmittel zu kaufen. Jeder Spender gibt das, was er entbehren kann. Jeder noch so kleine Betrag hilft und wir freuen uns über alles, was kommt. Das Engagement ist überwältigend und fördert neben der konkreten Hilfe auch das Zusammengehörigkeitsgefühl ungemein.

Wie helfen Sie?

Als Managing Director einer öffentlichen Schule unterstütze ich mit meiner Arbeit vor allem wohltätige Zwecke. Das Thema Fundraising steht dabei ganz oben, um den Ärmsten in der Gemeinde zu helfen. Mit den Spenden unterstützen wir die Menschen in unserem Dorf. Ganz konkret konnten wir 5 Kilo Mais und 5 Kilo Bohnen an hilfsbedürftige Familien ausgeben. Das war ein großer Erfolg für uns.

Pater Judes Zuflucht

Pater Jude ist der Pfarrer von Buymaba in Uganda und Seelsorger unseres Projektpartners an der PATRIZIA School im Dorf. Er kümmert sich aber nicht nur um das geistige Wohl der Schule. Er unterstützt auch die Schuldirektorin, Madame Sylvia, bei der Leitung der Schule. Der PATRIZIA School in Buyamba gehört sein Herz und seine Seele.

Pater Jude, wie kommen die Menschen in Ihrer Gemeinde mit der aktuellen Corona-Situation zurecht?

Das Essen ist – wie es in Krisenzeiten üblich – sehr teuer geworden. Die Menschen brauchen deshalb all ihre Vorräte auf. Aktuell haben sie definitiv mehr Angst vor dem Hunger als vor dem Coronavirus. Sie haben außerdem Schwierigkeiten, ihre Schulgebühren zu bezahlen. Als Schule müssen wir dafür Lösungen finden. Aber es gibt auch etwas Positives an der Krise: Die Menschen im Dorf halten zusammen und unterstützen sich noch viel mehr als sonst.

 

Wie helfen Sie?

Ich bin Pfarrer. Meine Aufgabe ist es, zu helfen. Aber da stoße ich manchmal an Grenzen. Es gibt ein paar Familien, um die ich mich unbedingt kümmern muss, weil sie es nicht selbst tun können. Mein Hauptfokus liegt jedoch auf den Kindern, die zu mir kommen. Es gibt einige, die jeden Tag zu mir kommen oder bei mir bleiben, weil ihre Eltern kleinere Kinder haben, für die sie kaum sorgen können. Eines der Kinder, die mich regelmäßig besuchen, hat letztes Jahr die Grundschule abgeschlossen, zwei andere haben mit der Sekundarschule begonnen. Einige von ihnen kommen auch nur, um mal wieder etwas zum Mittagessen zu bekommen, weil sie zu Hause nichts zu essen bekommen. Ich helfe also, wo ich kann. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit, ganz gleich, ob die Krise Corona oder Armut heißt.

Vielen Dank Ihnen allen –  Passen Sie auf sich auf
und bleiben Sie gesund!