„Gleich neben der Ausbildungsstätte ein Dach über dem Kopf und keine quälend weiten Schuldwege – das haben wir hier geschaffen.”

Till Gröner, Pate des PATRIZIA Vocational Training Centre Ntarama

PATRIZIA Vocational Training Centre Ntarama, Ruanda

Am „Nelson Mandela Education Center for Apprentices (NMEC)“ hat die PATRIZIA Children Foundation 2008 in Zusammenarbeit mit Grünhelme e.V. ein Wohnheim für Jugendliche und junge Erwachsene errichtet. 

Das neue Wohnheim grenzt direkt an die Berufsschule für 800 Schüler in Ntarama, südlich von Ruandas Hauptstadt Kigali, an. Dass Ruandas Präsident Paul Kagame das Ausbildungszentrum feierlich eröffnet hat, zeigt den Stellenwert der Einrichtung für das ostafrikanische Binnenland.

Im Wohnheim haben 90 junge Menschen, die sich in der Ausbildung zum Elektriker, Zimmermann, Schneider, Maurer oder Friseur befinden, ein Dach über dem Kopf. Somit kann die PATRIZIA Children Foundation einen wichtigen Beitrag für den Schulbetrieb in Ruanda leisten. Nicht zuletzt sind lange Schulwege in Afrika ein Problem und können der Grund sein, weshalb Jugendliche keine Ausbildung machen.

Erfolgreiche Übergabe des Ausbildungszentrums an einheimische Leitung

Nach erfolgreichen Jahren unter der Leitung des Grünhelme e.V. konnte der Ausbildungs- und Wohnheimbetrieb 2012 an eine einheimische Schul- und Wohnheimsleitung übergeben werden. Das Konzept des Ausbildungszentrums geht auf: Viele Lehrer waren selbst Schüler im NMEC und Bewohner des PATRIZIA Wohnheims und geben heute das erworbene Wissen an die nächste Schülergeneration weiter.

Akayesus Glücksgeschichte

Akayesu ist 23 und lebt in Ntarama. Aktuell macht er im Nelson Mandela Educational Center eine Ausbildung zum Elektriker. Der Schwerpunkt seiner Ausbildung ist die Photovoltaik-Technik. Wochentags wohnt Akayesu zusammen mit seinen Mitschülern im PATRIZIA Vocational Training Center, am Wochenende fährt er in seine Heimatstadt Butare, wo seine kleine Tochter Annabelle auf ihn wartet. 

Diese Trennung von seiner Familie ist hart, aber eine gute Investition in die Zukunft: Butare ist mit 70.000 Einwohnern eine der größeren Städte im Süden Ruandas, dort gibt es Arbeitsplätze. Akayesu ist sehr um einen erfolgreichen Abschluss bemüht, damit er später einen guten Job findet, der seine Familie ernähren kann.