„Selbst mitten im peruanischen Regenwald steht den Kindern die Welt der Bildung offen.”

Nikolaus Moser, Pate der PATRIZIA School Sondoveni

PATRIZIA School Sondoveni, Peru

2014 errichtete die PATRIZIA Children Foundation gemeinsam mit dem peruanischen Projektpartner Creciendo und Studenten der Universität Stuttgart eine Sekundarschule in Sondoveni in der peruanischen Provinz Satipo. 

Sondoveni ist ein Dorf, in dem rund 80 Familien leben. Es liegt mitten im Regenwald des südamerikanischen Staates, etwa zehn Autostunden von der Hauptstadt Lima entfernt. Die letzten zwei Stunden davon über unbefestigte Wege im Dschungel. Gerade im Regenwald herrscht ein großer Mangel an Schulen – ein Problem, das aber nicht nur auf die ländlichen Gebiete beschränkt ist: 94 Prozent der Erwachsenen in Peru sind Analphabeten. 

Neue Schule zieht Lehrerin an

Die neue Sekundarschule ermöglicht Kindern der umliegenden Dörfer, zur Schule zu gehen, und konnte schnell eine Lehrerin für sich gewinnen, die alle Fächer unterrichtet – von Biologie über Mathematik bis Landwirtschaft. Ein sehr großer Gewinn für die schwer zugängliche Region, an der Lehrer bislang kein Interesse zeigten. Aber das neue Schulhaus überzeugt, auch ohne Strom und fließend Wasser: Es umfasst neben dem Klassenraum einen teilbaren Mehrzweckraum, einen Bibliotheksbereich, Toiletten und Duschen sowie eine Unterkunft für die Lehrerin.

Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft in Peru

Die PATRIZIA School Sondoveni legt den Grundstein für den Weg aus Armut und Hunger für Kinder. Denn Bildung ist der Weg aus Hunger und Ausweglosigkeit in ein selbstbestimmtes Leben, selbst in den entlegensten Regionen der Welt.

Nikolaus Moser, Pate

Juans Glücksgeschichte

Juans Eltern sind Analphabeten wie die meisten Menschen hier. Deshalb passt er im Unterricht der PATRIZIA School Sondoveni besonders gut auf, um auch seinen Eltern die Buchstaben beibringen zu können.

B ist sein Lieblingsbuchstabe. Die beiden Bögen lassen sich beim Schreiben mit dem Stift so richtig schön aufblasen, das gefällt ihm. Und er denkt nicht nur für sich im Unterricht mit. Er hat schon damit begonnen seinen Eltern, die Feldarbeiter sind, das Schreiben näherzubringen. Er will ihnen neu Erlerntes gleich beibringen, und hofft für seine Familie so einen Ausweg aus der Armut zu finden. Da Juan voller Ideen steckt, findet er einen Weg – so lehrt die Schule nicht nur ihn, sondern auch seine Familie.