Projektreise nach Ruanda

Jan. 2023

Vom lokalen Berufsbildungszentrum zur nationalen Modellschule: Unterstützung des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama beim nächsten Schritt 

Das 2008 gegründete PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama ist eine führende Berufsschule im Distrikt Bugesera, in der junge Erwachsene Maurer, Schneider, Handwerker und viele andere Berufe erlernen. Die Schule hat bereits 1.500 jungen Berufstätigen das Rüstzeug und die Fähigkeiten vermittelt, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.

Die nächsten Schritte

Nachdem die Berufsschule mit Unterstützung der PATRIZIA Stiftung die unmittelbaren Herausforderungen der Covid-19-Pandemie überwunden hat, hat sie bereits ein eigenes ICT-Labor mit 40 Laptops, Druckern und Projektoren eingerichtet. Damit der IKT-Raum über eine zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung verfügt, hat die Stiftung die Schule an das PartnerAfrika-Programm angeschlossen. Dieses Programm wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des Marshallplans mit Afrika und des G20-Investitionspartnerschaftspakts mit Afrika mit dem Ziel initiiert, mehr und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die schnell wachsende junge Bevölkerung in Afrika zu schaffen. Aus dieser Idee heraus hat die Handwerkskammer Koblenz eine Initiative ins Leben gerufen, bei der Lehrer und Schüler in Ruanda in der Reparatur und Wartung von Solaranlagen geschult werden sollen. So wurde eine Gruppe von Lehrern und Schülern des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama darin geschult, ihre Solaranlage autark zu warten. Das bedeutet, dass die Schule nun über konstante elektrische Energie verfügt, um das ICT-Labor zu betreiben und zu erhalten.

Auf dieser hervorragenden Grundlage möchte das PATRIZIA Berufsbildungszentrum Ntarama sein Netzwerk mit nationalen und internationalen Institutionen aufbauen und weiterentwickeln, um die erforderlichen Ressourcen, Fähigkeiten und das Know-how zu erwerben, damit es sich zu einer selbsttragenden und 

Besprechung des Projektmanagers mit dem Schulleiter

vorbildlichen technischen Sekundarschule in Ruanda entwickeln kann. Zu diesem Zweck besuchte Otto Dodoo die Schule und verbrachte zwei Wochen mit dem Schulleiter, den Lehrern und verschiedenen Institutionen in Ruanda, um die Schule bei der Vernetzung mit verschiedenen relevanten Akteuren im Land zu unterstützen.

Während dieser Zeit trafen sich der Schulleiter und Otto mit dem Bürgermeister und den Verantwortlichen der Bildungsabteilung des Bugesera-Distrikts sowie mit dem Generaldirektor des ruandischen Amts für technische und berufliche Bildung (RTB), um die weitere Entwicklung der Schule zu besprechen. Darüber hinaus arbeitete Otto mit dem Schulkomitee an der Bewerbung für das rheinland-pfälzisch-ruandische Schulpartnerschaftsprogramm und traf sich mit den Führungskräften eines ruandischen Solarunternehmens, das sich auf integrative Energieerzeugung konzentriert (ARC Power). Im Rahmen der Stärkung der Schulleitung arrangierte Otto in Absprache mit dem Schulleiter auch ein Netzwerktreffen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Ruanda, um mögliche Finanzierungsoptionen zu besprechen.

„Die Treffen waren sehr erfolgreich! Wir konnten das Bewusstsein für die Bedürfnisse des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama schärfen und Verbindungen zu zukunftsrelevanten Partnern herstellen“, zieht Otto ein positives Fazit der Netzwerkarbeit.

Neue Kooperationen

Mit der Unterstützung von Otto konnte die Schule eine sofortige Zusammenarbeit mit einem ruandischen Technologieunternehmen erreichen: Zatec Rwanda wird ein Proof-of-Concept IT-Programm initiieren, um 10 bis 15 Schüler des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama in technischen, digitalen und sozialen Fähigkeiten zu schulen, die für eine Karriere in der digitalen Welt entscheidend sind.

„Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Reise ein Erfolg war“, sagte Otto nach seiner Rückkehr. „Ich denke, wir können stolz auf die Unterstützung sein, die wir in Ruanda leisten!“ Unser herzlicher Dank geht daher an alle, die die PATRIZIA Stiftung unterstützen. Ihr Beitrag macht nachhaltige digitale Bildung für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt zugänglich!

 

Bildungsbotschafter Mario Götze erklärt zum Auftakt der Kampagne mit dem Herzensprojekt im ostindischen Muniguda: “Bildung ist für mich ein Weg, um die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen. Diesen Grundsatz habe ich von Klein auf mitgegeben bekommen. Eine gute Bildung eröffnet Möglichkeiten, sein Leben selbst zu gestalten. Mit einem besseren Zugang zu Bildung nähern wir uns dem Ziel, gleiche Chancen für jede und jeden zu bieten“, eine Überzeugung, mit der Mario Götze die Bedeutung der Kampagne unterstreicht. Die geplanten Erweiterungen umfassen den Bau von Sanitäreinrichtungen, zehn neuen Klassenräumen, drei naturwissenschaftlichen Räumen, einer Bibliothek und einem Computerraum. Durch diese Maßnahmen kann die Stiftung rund 1.000 benachteiligte jungen Menschen in der Region Bildung zugänglich machen und insbesondere Mädchen damit eine Alternative zur frühen Verheiratung bieten. Oberbürgermeisterin Eva Weber erweitert den Bildungsbegriff zudem: „Bildung ist für mich der Schlüssel für ein gelingendes Leben. Und zwar für alle: Denn Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der nicht mit dem Schulabschluss endet, sondern bis in hohe Alter stattfindet.“

 

Neben Oberbürgermeisterin Eva Weber und dem Fußballspieler Mario Götze haben weitere herausragende Augsburger Persönlichkeiten und Repräsentanten des öffentlichen Lebens ihre Unterstützung für die Initiative kundgetan. André Bücke, Intendant des Staatstheaters Augsburg, Halil Altintop, ehemaliger FCA-Spieler und Jugendtrainer beim FC Bayern München, Gordon Rohrmeier, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg, Sandra Peetz-Rauch, Vorständin der Stadtsparkasse Augsburg, Prof. Dr. Stephan Vogt, Ärztlicher Direktor der Hessing-Stiftung und die Unternehmerin Ramona Meinzer engagieren sich leidenschaftlich für die Bildungsinitiative aus Augsburg. Auch Personen aus unterschiedlichen Berufsfeldern zeigen ihre Unterstützung, darunter Bianca Uhl, Marktfrau vom Stadtmarkt Augsburg, Wolfgang Fratz, Rechtsanwalt der Kanzlei Sonntag & Partner, Masterstudentin und syrischer Flüchtling Shereen Diko, der Augsburger Journalist Christian Ort oder Katharina Ulbrich, Reinigungsfachkraft im Augsburger PATRIZIA-Büro. Mit ihrer Teilnahme möchten die Unterstützer sowohl das lokale als auch das internationale Interesse der Bildungsakzente der `Hearts4Change´-Kampagne in den Fokus rücken. 

 

Die PATRIZIA Foundation ruft mit ihren Plakaten in Augsburg, in den Sozialen Netzwerken und mit Flyern dazu auf, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen. Das Engagement für mehr Bildung soll durch Spenden und das Teilen der Kampagne in den Sozialen Medien mit dem Hashtag #Hearts4Change eine breite Wirkung entfalten.

 

Weitere Informationen sind verfügbar unter

www.patrizia.foundation/hearts-for-change. 

 

Hintergrundinformationen zur PATRIZIA Foundation:

Die PATRIZIA Foundation wurde 1999 von Wolfgang Egger gegründet. Ziel der Stiftung ist es, weltweit möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu hochwertiger Bildung, Gesundheitsversorgung und Fürsorge zu ermöglichen und ihnen somit zu einem freien und selbstbestimmten Leben zu verhelfen. In den Bildungsprojekten, die mindestens 25 Jahre begleitet werden, schafft die Stiftung mit ihren KinderHäusern analoge und digitale Bildungsinfrastrukturen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. In den bisher 25 Jahren, in denen die Stiftung inzwischen aktiv ist, wurden weltweit bereits 23 KinderHaus-Projekte auf vier Kontinenten eröffnet. Zum Beginn des 25-jährigen Jubiläumsjahr im Jahr 2024 startet die PATRIZIA Foundation gemeinsam mit der Augsburger Kanzlei Sonntag & Partner ein neues KinderHaus-Projekt in Benin. Getreu dem Leitsatz „Building Better Futures“ realisiert die PATRIZIA Foundation immer gemeinsam mit lokalen Partnern den Aufbau und langfristigen Betrieb von Schulen, Ausbildungsstätten, Kinderkrankenhäusern und Wohnunterkünften zur Entwicklung nachhaltiger gesellschaftlicher Strukturen. Die Stiftung garantiert, dass die gesammelten Spenden zu 100 Prozent in die KinderHaus-Projekte fließen, und den benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugutekommen.