Notsituation: Hilfe für Kinder in Indien

Mai. 2021

Indien durchläuft derzeit eine extrem schwierige Zeit. Das Land hat bereits über 21 Millionen Covid-19-Fälle registriert, es kommen täglich ca. 450.000 neue Fälle hinzu. Das Gesundheitssystem ist bereits völlig überlastet, und mit dem Mangel an Krankenhausbetten und Sauerstoff steigt die Todesrate. Diese schlimme Situation führt dazu, dass viele Kinder direkt oder indirekt Familienmitglieder verlieren.

Auch unsere beiden Kinderhäuser in Indien haben schwer zu kämpfen. Während der ersten Welle der Pandemie hat die PATRIZIA Foundation die Partnerorganisationen bereits mit Mitteln aus dem Corona Fund Education Healthcare unterstützt. Aber mit Ausbruch der zweiten, noch viel schlimmeren Welle ist dringend weitere Hilfe nötig.

Die aktuelle Lage in den PATRIZIA KinderHaus-Einrichtungen in Indien

Die PATRIZIA Foundation steht seit Beginn der Corona-Pandemie in engem Austausch mit ihren Partnerorganisationen, so auch mit dem Evangelisch-Lutherischen Missionswerk in Niedersachsen (ELM), und dessen Partnerkirche in Indien, die Tamilische Evangelisch-Lutherische Kirche (TELC), das PATRIZIA Child Care Porayar betreibt. Fast alle Mädchen aus dem Wohnheim mussten nun wieder nach Hause geschickt werden, doch viele Familien leben in großer Armut und so kommt zur Gefahr durch das Virus noch der Hunger. Denn viele Eltern haben im Lockdown ihre Arbeit verloren oder sind selbst an Covid-19 erkrankt.

Das zweite KinderHaus in Indien, das PATRIZIA Child Care Govindpur, sollte eigentlich im Sommer fertiggestellt werden, doch mussten die Bauarbeiten durch den erneuten Lockdown wieder eingestellt werden. Auch hat der indische Staat alle Kindergärten im Land geschlossen. Eine zuverlässige Prognose, wann es mit dem Bau weitergehen kann, ist nicht möglich. Der Partner für dieses Projekt ist die Gossner-Mission und die Gossner-Kirche in Indien, die den Kindergarten vor Ort betreiben wird. Auch im Umfeld der Gossner-Kirche gibt es viele Erkrankte und auch Tote zu beklagen.

„Wir sind erschüttert von der eskalierenden Lage in Indien und den vielen Erkrankten und Toten, die es auch in den Familien der Kinder und Angestellten unserer Kinderhäuser gibt“, sagt Petra Ellert vom Partnermanagement der Stiftung. „Wir werden uns zusätzlich zu den Nothilfemaßnahmen dafür einsetzen, dass die Kinder ihre schulische Ausbildung beenden können, auch wenn durch den Lockdown das Einkommen der Eltern ausbleibt oder sie vielleicht sogar ein Elternteil durch Covid-19 verloren haben. Nur wenn sie wieder zur Schule gehen können, haben sie eine Chance auf eine bessere Zukunft“, so Petra Ellert.

Spenden für den Corona-Hilfsfonds werden deshalb weiterhin dringend benötigt.

Bildungsbotschafter Mario Götze erklärt zum Auftakt der Kampagne mit dem Herzensprojekt im ostindischen Muniguda: “Bildung ist für mich ein Weg, um die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen. Diesen Grundsatz habe ich von Klein auf mitgegeben bekommen. Eine gute Bildung eröffnet Möglichkeiten, sein Leben selbst zu gestalten. Mit einem besseren Zugang zu Bildung nähern wir uns dem Ziel, gleiche Chancen für jede und jeden zu bieten“, eine Überzeugung, mit der Mario Götze die Bedeutung der Kampagne unterstreicht. Die geplanten Erweiterungen umfassen den Bau von Sanitäreinrichtungen, zehn neuen Klassenräumen, drei naturwissenschaftlichen Räumen, einer Bibliothek und einem Computerraum. Durch diese Maßnahmen kann die Stiftung rund 1.000 benachteiligte jungen Menschen in der Region Bildung zugänglich machen und insbesondere Mädchen damit eine Alternative zur frühen Verheiratung bieten. Oberbürgermeisterin Eva Weber erweitert den Bildungsbegriff zudem: „Bildung ist für mich der Schlüssel für ein gelingendes Leben. Und zwar für alle: Denn Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der nicht mit dem Schulabschluss endet, sondern bis in hohe Alter stattfindet.“

 

Neben Oberbürgermeisterin Eva Weber und dem Fußballspieler Mario Götze haben weitere herausragende Augsburger Persönlichkeiten und Repräsentanten des öffentlichen Lebens ihre Unterstützung für die Initiative kundgetan. André Bücke, Intendant des Staatstheaters Augsburg, Halil Altintop, ehemaliger FCA-Spieler und Jugendtrainer beim FC Bayern München, Gordon Rohrmeier, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg, Sandra Peetz-Rauch, Vorständin der Stadtsparkasse Augsburg, Prof. Dr. Stephan Vogt, Ärztlicher Direktor der Hessing-Stiftung und die Unternehmerin Ramona Meinzer engagieren sich leidenschaftlich für die Bildungsinitiative aus Augsburg. Auch Personen aus unterschiedlichen Berufsfeldern zeigen ihre Unterstützung, darunter Bianca Uhl, Marktfrau vom Stadtmarkt Augsburg, Wolfgang Fratz, Rechtsanwalt der Kanzlei Sonntag & Partner, Masterstudentin und syrischer Flüchtling Shereen Diko, der Augsburger Journalist Christian Ort oder Katharina Ulbrich, Reinigungsfachkraft im Augsburger PATRIZIA-Büro. Mit ihrer Teilnahme möchten die Unterstützer sowohl das lokale als auch das internationale Interesse der Bildungsakzente der `Hearts4Change´-Kampagne in den Fokus rücken. 

 

Die PATRIZIA Foundation ruft mit ihren Plakaten in Augsburg, in den Sozialen Netzwerken und mit Flyern dazu auf, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen. Das Engagement für mehr Bildung soll durch Spenden und das Teilen der Kampagne in den Sozialen Medien mit dem Hashtag #Hearts4Change eine breite Wirkung entfalten.

 

Weitere Informationen sind verfügbar unter

www.patrizia.foundation/hearts-for-change. 

 

Hintergrundinformationen zur PATRIZIA Foundation:

Die PATRIZIA Foundation wurde 1999 von Wolfgang Egger gegründet. Ziel der Stiftung ist es, weltweit möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu hochwertiger Bildung, Gesundheitsversorgung und Fürsorge zu ermöglichen und ihnen somit zu einem freien und selbstbestimmten Leben zu verhelfen. In den Bildungsprojekten, die mindestens 25 Jahre begleitet werden, schafft die Stiftung mit ihren KinderHäusern analoge und digitale Bildungsinfrastrukturen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. In den bisher 25 Jahren, in denen die Stiftung inzwischen aktiv ist, wurden weltweit bereits 23 KinderHaus-Projekte auf vier Kontinenten eröffnet. Zum Beginn des 25-jährigen Jubiläumsjahr im Jahr 2024 startet die PATRIZIA Foundation gemeinsam mit der Augsburger Kanzlei Sonntag & Partner ein neues KinderHaus-Projekt in Benin. Getreu dem Leitsatz „Building Better Futures“ realisiert die PATRIZIA Foundation immer gemeinsam mit lokalen Partnern den Aufbau und langfristigen Betrieb von Schulen, Ausbildungsstätten, Kinderkrankenhäusern und Wohnunterkünften zur Entwicklung nachhaltiger gesellschaftlicher Strukturen. Die Stiftung garantiert, dass die gesammelten Spenden zu 100 Prozent in die KinderHaus-Projekte fließen, und den benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugutekommen.