„Wir verbinden im Nachsorgezentrum erfolgreich medizinische Hilfe und Pflege für chronisch und schwer kranke Kinder und erleichtern Eltern so den Familienalltag.”

Alexander Busl,
Pate PATRIZIA Aftercare Hamburg

PATRIZIA Aftercare Hamburg, Deutschland

Bei dem PATRIZIA Aftercare Hamburg handelt es sich um ein 2008 erbautes Nachsorgezentrum für schwer und chronisch kranke Kinder. Die PATRIZIA Children Foundation hat es gemeinsam mit der „Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou” errichtet. Es entlastet das direkt angrenzende Katholische Kinderkrankenhaus Wilhelmstift.

Nach den Leitlinien von „Der bunte Kreis” schließt das Nachsorgezentrum im Norden Deutschlands die Lücke zwischen medizinischer Hilfe und Pflege der Kinder in der Familie. Speziell ausgebildetes Fachpersonal steht den Familien mit sozial-therapeutischer Hilfe rund um die Pflege und Betreuung ihrer Kinder, sowie bei der Organisation des erschwerten Familienalltags zur Seite. Nach dem Konzept des „Bunter Kreis” arbeiten hier Teams aus erfahrenen Therapeuten – Pädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten sowie Logopäden und Ernährungsspezialisten – interdisziplinär zusammen. Sie begleiten die Familien sowohl durch Angebote in der PATRIZIA Einrichtung, als auch daheim im familiären Umfeld.

Ein besonderer Fokus in Hamburg liegt auf der Behandlung von Kindern mit Diabetes sowie von Frühgeburten. Das PATRIZIA Aftercare Hamburg bietet ausreichend Übernachtungszimmer für die Familie. Durch die räumliche Nähe kann die ganze Familie in der herausfordernden Zeit nahtloser in die Therapie eingebunden werden.

Schauen Sie sich das Video zum Besuch unserer Stiftungsbotschafterin Ann-Kathrin Götze im PATRIZIA Aftercare Hamburg an. Lesen Sie auch Ole’s und Tafreeds Glücksgeschichte.

Die aktuelle Pandemie hat Auswirkungen auf unsere Einrichtungen weltweit. Als Sofortmaßnahme haben wir den CORONA FUND EDUCATION HEALTHCARE in Höhe von 100.000 Euro aus unseren Rücklagen eingerichtet. Diesen Betrag nutzen wir zu 100 Prozent als Soforthilfe in unseren Children Centern. Da es aber weltweit in allen Einrichtungen an Hilfe mangelt und der Bedarf durch die Corona-Maßnahmen stetig wächst, bieten wir auch Ihnen die Möglichkeit, uns dabei zu unterstützen, den Zugang zu Bildung weiter zu gewähren. Erfahren Sie mehr!

Unsere Projekt-Partner:

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Oles Glücksgeschichte

Auch Kinder können plötzlich an Diabetes erkranken. Für betroffene Familien ist das ein Schock und eine Krankheit, die ein Leben verändert – wie im Falle von Ole.

Im Alter von vier Jahren erkrankt ​Ole an Diabetes Typ 1 und wird mit starker Überzuckerung in die Kinderklinik eingewiesen. Die Diagnose krempelt den eingespielten Familienalltag erst einmal um. Oles Mama verbringt zwei Wochen in der Kinderklinik, begleitet ihren Sohn und erlernt etwa die Technik der Insulinpumpentherapie. 

Nahtlose Betreuung

Beim stationären Aufenthalt kommt es zum ersten Kontakt zwischen der Familie und der Nachsorgeeinrichtung SeeYou im PATRIZIA Aftercare Hamburg. Eine Nachsorgeschwester unterstützt Ole und seine Familie mit ausführlichen Gesprächen, Lösungsvorschlägen und der Organisation der Klinikentlassung. Zur sozialmedizinischen Nachsorge besucht die Schwester die Familie mehrmals zu Hause, beantwortet Fragen und gibt fachkundige Tipps.

So erlernen Oles Eltern den sicheren Umgang mit seiner Diabeteserkrankung. Zu Beginn muss Ole mehrfach täglich seinen Blutzucker kontrollieren. Die Nachsorgeschwester ermutigt und bestärkt ihn und seine Familie. So entwickelt Ole und seine ganze Familie Routine und bekommt Sicherheit im Umgang mit der Krankheit.

 

Wie geht es Ole heute?

2020  ist Ole 14 Jahre und geht in die achte Klasse. Er hat eine neue Insulinpumpe und einen Sensor, der mit der Pumpe zusammenarbeitet. Nach wie vor ist er oft zu Besuch in der Nachsorgeeinrichtung, seine Mama erinnert ihn gelegentlich an den Sensor- oder Katheterwechsel. Ansonsten managt Ole seine Diabetes-Erkrankung weitgehend selbstständig und hat viele andere Dinge im Kopf.

Tafreeds Glücksgeschichte

Mitten in der Corona-Krise kommt der kleine Tafreed mit einer unklaren Stoffwechselerkrankung und einer Herzmuskelschwäche in Hamburg zur Welt. Nach sieben Wochen im Krankenhaus darf Tafreed endlich nach Hause. Doch die aus Pakistan stammende Familie, die erst vor wenigen Jahren nach Hamburg gekommen ist, fühlt sich aufgrund der Erkrankung ihres Neugeborenen sehr verunsichert. Ihr Zuhause ist eine Einzimmerwohnung im sechsten Stock eines Wohnsilos. Der Vater arbeitet als Lkw-Fahrer Tag und Nacht, um die Familie zu ernähren und dann gibt es da auch noch die eineinhalb Jahre alte Schwester, um die sich die Eltern kümmern müssen.

Hilfe in dieser schweren Zeit bekommt die Familie durch eine Kinder-Intensivkrankenschwester der SeeYou-Stiftung. Sie begleitet die Familie zwölf Wochen lang und hilft ihr, Schritt für Schritt im Alltag zurechtzukommen und die medizinische Versorgung von Tafreed sicherzustellen. Unter den erschwerten Bedingungen von Corona gelingt es der Nachsorgeschwester, die Eltern bei der Verabreichung der Medikamente anzulernen und sie im Handling mit ihrem kranken Sohn zu schulen. Auch kümmert sie sich um Termine bei Netzwerkpartnern, organisiert für die Mutter einen Deutschkurs und findet für sie einen Alltagsbegleiter, der ihre Muttersprache spricht.

Nach zwölf Wochen Begleitung durch die Fachkräfte ist eine deutlich positive Entwicklung in allen Bereichen zu erkennen: Tafreed gedeiht gut, es ist eine stabile Eltern-Kind-Bindung zu spüren und auch die große Schwester kommt mit der neuen Situation besser zurecht. Die Familie konnte zudem in eine größere Wohnung umziehen. Trotz der Belastung durch die Krankheit des kleinen Tafreed kann die Familie in eine gelingende Zukunft vertrauen.

Symbolbild, Bildrechte: Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift