„Die Schule wächst mit jedem Bauabschnitt und mit ihr steigt die Anzahl der glücklichen Kinder, die hier endlich lernen dürfen.”

Andreas Menke, Pate der PATRIZIA School Harare 

PATRIZIA School Harare, Simbabwe

Die PATRIZIA School Harare in Simbabwes gleichnamiger Hauptstadt ist ein schönes Beispiel dafür, wie nationale und internationale Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern wirkt: 2016 kann die „Rising Star“- Schule in der Siedlung „Hopley“ eröffnet werden. Ein wichtiger Schritt im südafrikanischen Binnenland Simbabwe.

2010 war dies noch undenkbar: Nach staatlich verordneten Zwangsumsiedlungen im Jahr 2005, durch die 30.000 Menschen ihren Heimatort verlassen mussten, entstand rund um Harare die ärmliche Siedlung Hopley. Eine lokale Initiative gründete eine sehr provisorische Schule, doch tausende Kinder haben gar keinen Zugang zu Bildung oder müssen weite, teilweise gefährliche Schulwege auf sich nehmen.

Viele Partner – ein Ziel 

Mit der einheimischen Organisation Vision & Hope Foundation und finanzieller Unterstützung der deutschen ZimRelief e.V. begann der Bau der modularen Grundschule 2016. Die Einnahmen der Urban Art- und Graffiti-Kunstaktion Scale Munich 2017 der PATRIZIA Immobilien AG fließen ebenfalls in das Projekt. Neben der PATRIZIA Children Foundation unterstützten auch die Ingenieure ohne Grenzen und lokale Bauunternehmen den Bau der einzelnen Abschnitte. Die lokalen Arbeiter und Bewohner Hopleys wurden so geschult, dass sie neue Abschnitte mehr und mehr selbstständig errichten können.

2016 werden die ersten beiden Klassenzimmer fertig gestellt, im zweiten Bauabschnitt 2017 weitere zwei Räume. 2018 kommen weitere drei Klassenzimmer hinzu. So wird sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und vierzehn Jahren, die jährlich die Schule besuchen können, stark erhöhen. Durch ein Feeding-Programm von Vision & Hope bekommen die Schüler außerdem eine vollwertige Mahlzeit am Tag.

Herausforderungen der Schule 

Die angestrebte staatliche Anerkennung der Schule ist eine Voraussetzung für staatlich bezahlte Lehrer und anerkannte Prüfungsergebnisse. Ziel des Projekts ist es, der Schule dauerhaft die benötigten Strukturen zur Verfügung zu stellen, dass ein geordneter Unterricht ganzjährig möglich ist.

Andreas Menke, Pate

Princess´s Glücksgeschichte

Die ganze Familie der 5-jährigen Princess hat in der Schule Hoffnung auf eine bessere Zukunft gefunden. Die Mutter unterrichtet an der Schule und auch ihre beiden älteren Geschwister sind hier Schüler.

Princess kann es gar nicht erwarten, im nächsten Jahr selbst in den neuen Klassenräumen unterrichtet zu werden. Sie lernt schon heute mit ihren Geschwistern Englisch und kann sich in der fremden Sprache bereits persönlich vorstellen.

Die kleine Princess besucht die ECD Klasse (Early Child Hood Development) der Rising Star Schule in Hopley. Sie ist ein richtiges Energiebündel und kann ihre zahlreichen Interessen an der Schule bestens ausleben. Besonders mag sie herumtoben, Netball spielen und musiziert gern in der Percussion Band. Die Arbeiten unserer Partner, den Ingenieuren ohne Grenzen, am zweiten Bauabschnitt der PATRIZIA Children Foundation, verfolgte sie mit großem Interesse.

Langweilig wird es Princess selten. Dafür sorgt auch ihre Familie. Außer ihrem Papa sind auch Mama Marjory als Lehrerin, Shantel (9 Jahre) und Ethel (11 Jahre) an der Schule. Gemeinsam laufen sie jeden Morgen und Abend die 2 km Schulweg. Shantel besucht die vierte Klasse und freut sich immer besonders auf den Englischunterricht. Ethel besucht seit diesem Schuljahr die 6. Klasse. Zuvor musste sie auf eine 30 Kilometer entfernte Schule gehen. Ethel gehört zu den vielen Kindern, die nun wegen des neu entstandenen Schulblocks auf die Rising Star Schule wechseln konnten. Mutter Marjory ist staatlich anerkannte Lehrerin. Sie ist glücklich, dass ihre drei Mädchen an der Schule bestens versorgt und ausgebildet werden und sie viel Zeit mit ihnen verbringen kann.