Foundation Talk mit Hendrik von Paepcke

Mrz. 2020

„Wir wollen Zukunft im peruanischen Regenwald bauen“

APOprojekt, ein auf den Mieterausbau spezialisiertes Unternehmen, ist seit mehreren Jahren Mitglied im Sponsor Circle der PATRIZIA Foundation. Nun will das Hamburger Unternehmen für eine Schulerweiterung in Peru sein Engagement als CSR-Partner deutlich ausbauen. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer Hendrik von Paepcke und den verantwortlichen Projektleitern Christian Brüggemann und Vera Fontanella über das Projekt.

Herr von Paepcke, was bedeutet für Sie unternehmerische Verantwortung?

Unternehmen und Unternehmer sollten sich dadurch auszeichnen, dass sie nicht nur Verantwortung für ihre Mitarbeiter, sondern auch für die Gesellschaft übernehmen. Mit APO Building Future wollen wir diesem – insofern auch sehr persönlichen Ziel – systematisch soziale Verantwortung zu übernehmen, gerecht werden. Das bedeutet für uns nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sondern unser Können und unsere Leidenschaft in Projekte einfließen zu lassen, um etwas zu bewegen. Wir wollen „Zukunft bauen“ – und das im wörtlichen Sinne.

Was genau verbirgt sich hinter APO Building Future? Und seit wann gibt es das?

APO Building Future ist noch ganz jung. Wir haben letztes Jahr damit begonnen und werden dieses Jahr mit unserem ersten Projekt richtig durchstarten. Gemeinsam mit der PATRIZIA Foundation werden wir eine Schule im peruanischen Regenwald erweitern. Dabei stellen wir als APOprojekt die kompletten finanziellen Mittel und übernehmen zusätzlich die Planung und Umsetzung des Projekts. Und es werden im Sommer auch Mitarbeiter von uns selbst nach Peru fahren, um beim Bau mitzuhelfen.

Wie viel investieren Sie in das Projekt?

Finanziell investieren wir 250.000 Euro. Dazu kommt die Manpower durch unser Know-how in der Planung und Umsetzung.

Hat sich APOprojekt auch schon vor diesem Projekt für die Bildung von Kindern engagiert?

Ja, wir waren bereits seit 2018 Mitglied des Sponsor Circles der Stiftung und haben die Projekte der PATRIZIA Foundation somit schon finanziell unterstützt. Als uns Alexander Busl von der PATRITZIA School Sondoveni in Peru erzählte, war uns sofort klar, dass das unser erstes eigenes CSR-Projekt werden sollte, in dem wir, durch den Einsatz unserer Kompetenz, uns noch stärker engagieren, um den Kindern dort höhere Bildungschancen zu ermöglichen.

Und Ihre Mitarbeiter ziehen mit an einem Strang?

Und wie! Sie sind hochmotiviert. Als wir ihnen das Projekt auf unserer Weihnachtsfeier präsentiert haben, waren unsere Mitarbeiter sofort begeistert. Viele haben spontan ihre Unterstützung zugesichert. Auch wenn es Mehrarbeit bedeutet, die sinnstiftende Arbeit für dieses Projekt ist ein unheimlicher Motivationsschub für den gesamten Arbeitsalltag.

Frau Fontanella und Herr Brüggemann, Sie waren beide im November in Peru, um sich die PATRIZIA School Sondoveni selbst anzuschauen. Was war Ihr erster Eindruck?

Vera Fontanella: Wir waren im ersten Moment völlig überwältigt von der Situation vor Ort. Die Lebensumstände sind sehr viel einfacher und man merkt schnell, dass es an vielem mangelt.

Von der Community wurden wir sehr herzlich empfangen. Nachdem wir uns einen Überblick über die Situation vor Ort verschaffen konnten, hatten wir schon erste Ideen, welche Maßnahmen nötig sind, um die Schule und die damit einhergehenden Lernbedingungen der Schüler zu verbessern.

Was konkret planen Sie dort?

Christian Brüggemann: Neben der Erweiterung der Klassenzimmer und der Kochstätte sind Toiletten und Unterkünfte für die Lehrer geplant. Zudem ist auch ein Wohnheim angedacht, um Schüler, die einen weiten Schulweg haben, eine Übernachtungsmöglichkeit bieten zu können. Darüber hinaus wollen wir eine Zisterne errichten, in der Regenwasser zur Wasserversorgung gesammelt werden kann.

Wann werden Sie die Schulerweiterung umsetzen?

Christian Brüggemann: Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an der Planung – unsere Kollegen bringen dabei Ihre Ideen und Impulse mit ein. Die Umsetzung selbst ist für voraussichtlich Juli/August 2020 geplant, dies hängt natürlich von der weiteren Entwicklung der Pandemie Covid-19 ab. Zu dem genannten Zeitpunkt wollen wir aber in jedem Falle „baufähig“ sein und uns dann den Gegebenheiten flexibel anpassen.  Voraussichtlich werden etwa 20 unserer APOprojekt-Kollegen in Peru selbst mit anpacken – wir streben eine Bauzeit von ca. sechs bis acht Wochen an.

Mit welchen weiteren Partnern vor Ort arbeiten Sie zusammen?

Vera Fontanella: Die PATRIZIA Foundation steuert das Projekt. Hierzu zählt unter anderem die Verhandlung mit ortsansässigen Partnern. Dazu gehören zum einen die Distriktverwaltung von Rio Negro, die sich sehr für die indigene Bevölkerung in der Andenregion engagiert, die peruanische Schulbehörde UGEL, die dafür zuständig ist, die Lehrer für die Schule einzustellen, und zum anderen die Dorfvorsteher in Sondoveni. Insbesondere die im Dorf lebenden Asháninka-Indianer sind ein wichtiger Partner, da ihre Kinder von den Maßnahmen der Schulerweiterung profitieren sollen. Die Berücksichtigung ihrer Interessen und Bedürfnisse sind uns besonders wichtig.

APOprojekt engagiert sich als CSR-Partner für die PATRIZIA School Sondoveni in Peru

 

Suchen Sie auch nach einem CSR-Projekt, für das Sie sich mit Ihrem Unternehmen und Ihren Mitarbeitern mit voller Überzeugung und viel Herzblut einbringen können? Gerne setzen wir zusammen mit Ihnen ein Projekt um, das die Bildungschancen von Kindern verbessert.

Patrizia School Sondoveni Schulkind
Sondoveni Workshop
Sondoveni Schülerin