Die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ unterstützt die PATRIZIA Foundation mit einer Spende in Höhe von 200.000 Euro. Astrid Gabler, Vorstandsvorsitzende der PATRIZIA Foundation, nahm den Spendenscheck in Köln von Wolfram Kons, RTL Charity Gesamtleiter und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung, entgegen.

Die Spende fließt in ein besonderes Bildungsprojekt in Peru: den Neubau einer inklusiven Vorschule in San Juan de Lurigancho, einem der ärmsten Distrikte Limas. Dort wachsen Kinder – viele davon mit Beeinträchtigungen - unter schwierigen Bedingungen auf. Der Zugang zu frühkindlicher Bildung, Betreuung und sicheren Lernräumen ist für viele Familien stark eingeschränkt.  

Mit dem Neubau schafft die PATRIZIA Foundation einen sicheren und fördernden Ort, an dem Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen, spielen und sich entwickeln können. Das Schulzentrum bietet damit sichere, stabile und kindgerechte Räume und legt die Grundlage für einen inklusiven Bildungsweg von Anfang an.

Gruppenfoto von Teilnehmenden einer Veranstaltung von Stiftung RTL – Wir helfen Kindern und der PATRIZIA Foundation vor einem Bürogebäude.

Geplant sind barrierefreie Klassenräume mit altersgerechten Sanitäranlagen, zusätzliche Räume für Therapie, Betreuung und gezielte Förderung sowie die Einbindung der neuen Vorschule in den bestehenden Schulbetrieb. Die enge Zusammenarbeit mit Eltern, Gemeinde sowie dem lokalen Partner Fe y Alegría Perú stellt sicher, dass das Projekt nachhaltig im lokalen Umfeld verankert ist. 

Vom lokalen Berufsbildungszentrum zur nationalen Modellschule: Unterstützung des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama beim nächsten Schritt 

Das 2008 gegründete PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama ist eine führende Berufsschule im Distrikt Bugesera, in der junge Erwachsene Maurer, Schneider, Handwerker und viele andere Berufe erlernen. Die Schule hat bereits 1.500 jungen Berufstätigen das Rüstzeug und die Fähigkeiten vermittelt, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.

Die nächsten Schritte

Nachdem die Berufsschule mit Unterstützung der PATRIZIA Stiftung die unmittelbaren Herausforderungen der Covid-19-Pandemie überwunden hat, hat sie bereits ein eigenes ICT-Labor mit 40 Laptops, Druckern und Projektoren eingerichtet. Damit der IKT-Raum über eine zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung verfügt, hat die Stiftung die Schule an das PartnerAfrika-Programm angeschlossen. Dieses Programm wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des Marshallplans mit Afrika und des G20-Investitionspartnerschaftspakts mit Afrika mit dem Ziel initiiert, mehr und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die schnell wachsende junge Bevölkerung in Afrika zu schaffen. Aus dieser Idee heraus hat die Handwerkskammer Koblenz eine Initiative ins Leben gerufen, bei der Lehrer und Schüler in Ruanda in der Reparatur und Wartung von Solaranlagen geschult werden sollen. So wurde eine Gruppe von Lehrern und Schülern des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama darin geschult, ihre Solaranlage autark zu warten. Das bedeutet, dass die Schule nun über konstante elektrische Energie verfügt, um das ICT-Labor zu betreiben und zu erhalten.

Auf dieser hervorragenden Grundlage möchte das PATRIZIA Berufsbildungszentrum Ntarama sein Netzwerk mit nationalen und internationalen Institutionen aufbauen und weiterentwickeln, um die erforderlichen Ressourcen, Fähigkeiten und das Know-how zu erwerben, damit es sich zu einer selbsttragenden und 

Besprechung des Projektmanagers mit dem Schulleiter

vorbildlichen technischen Sekundarschule in Ruanda entwickeln kann. Zu diesem Zweck besuchte Otto Dodoo die Schule und verbrachte zwei Wochen mit dem Schulleiter, den Lehrern und verschiedenen Institutionen in Ruanda, um die Schule bei der Vernetzung mit verschiedenen relevanten Akteuren im Land zu unterstützen.

Während dieser Zeit trafen sich der Schulleiter und Otto mit dem Bürgermeister und den Verantwortlichen der Bildungsabteilung des Bugesera-Distrikts sowie mit dem Generaldirektor des ruandischen Amts für technische und berufliche Bildung (RTB), um die weitere Entwicklung der Schule zu besprechen. Darüber hinaus arbeitete Otto mit dem Schulkomitee an der Bewerbung für das rheinland-pfälzisch-ruandische Schulpartnerschaftsprogramm und traf sich mit den Führungskräften eines ruandischen Solarunternehmens, das sich auf integrative Energieerzeugung konzentriert (ARC Power). Im Rahmen der Stärkung der Schulleitung arrangierte Otto in Absprache mit dem Schulleiter auch ein Netzwerktreffen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Ruanda, um mögliche Finanzierungsoptionen zu besprechen.

"Die Treffen waren sehr erfolgreich! Wir konnten das Bewusstsein für die Bedürfnisse des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama schärfen und Verbindungen zu zukunftsrelevanten Partnern herstellen", zieht Otto ein positives Fazit der Netzwerkarbeit.

Neue Kooperationen

Mit der Unterstützung von Otto konnte die Schule eine sofortige Zusammenarbeit mit einem ruandischen Technologieunternehmen erreichen: Zatec Rwanda wird ein Proof-of-Concept IT-Programm initiieren, um 10 bis 15 Schüler des PATRIZIA Vocational Training Center Ntarama in technischen, digitalen und sozialen Fähigkeiten zu schulen, die für eine Karriere in der digitalen Welt entscheidend sind.

"Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Reise ein Erfolg war", sagte Otto nach seiner Rückkehr. "Ich denke, wir können stolz auf die Unterstützung sein, die wir in Ruanda leisten!" Unser herzlicher Dank geht daher an alle, die die PATRIZIA Stiftung unterstützen. Ihr Beitrag macht nachhaltige digitale Bildung für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt zugänglich!

 

Logo der RTL wir helfen Kindern Stiftung

Jährlich sollen rund 360 Vorschulkinder Zugang zu sicheren und lernfördernden Räumen erhalten. Kinder mit Behinderungen profitieren von Therapieangeboten, individueller Förderung und einer inklusiven Gemeinschaft. Das Projekt stärkt damit nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Familien und die gesamte Nachbarschaft. 

Langfristig wird die Schule damit zum inklusiven Bildungscampus mit einer geplanten Reichweite von mehr als 1.600 Kindern – ein Leuchtturmprojekt für Bildung, Schutz und Teilhabe.

Teilnehmende einer Business- und Netzwerkveranstaltung im Gespräch auf einer modernen Dachterrasse mit markanter Architektur im Hintergrund.
Teilnehmende einer Business- und Netzwerkveranstaltung im Austausch auf einer modernen Dachterrasse zwischen moderner Architektur.